#HPT14 – Honda NC750X DCT

NC750X_001_800x450

Da ist sie nun, der Nachfolger der NC700 vom letztem Jahr. Ein bisschen mehr Hubraum, ein bisschen bessere Software-Abstimmung des DCT und ansonsten alles beim altem (zumindest fühlt es sich so an). Auf der anderen Seite ist die NC750X eine coole kleine 750er.

Kurz mal Abschweifen:
Wie sich das anhört, kleine 750er. Honda hat hier beim Presse Tag in Weibersbrunn 50 Bikes von 50 ccm bis 1800 ccm Aus-, und Bereit gestellt. Da ist eine 750er eigentlich im Mittelfeld. Na ja, heutzutage eher im unterem Mittelfeld also Größentechnisch gesehen, Fahrverhaltensmässig muss sie erst noch Zeigen was sie kann.

Und nochmal ins Reich der Technik abschwenken:
Was ist ein DCT ? Das ist Hondas Bezeichnung für ein Doppel-Kupplung-Getriebe, es scheint jemand anderes ein Copyright auf die drei Buchstaben DKG zu haben. Deswegen die englische Version, DCT –> Dual-Clutch-Transmission.
Der Motor baut auch nicht viel breiter (ich glaube 3 cm hier) als der normale Motor ohne DCT.

NC750X_004_DCT_800x450NC750X_002_DCT_800x450Was ist das DCT nun genauer? Im Prinzip ist das Software, die aktuelle Fahrzustände nimmt und damit eine Entscheidung trifft, welcher Stellmotor bewegt wird um die Kupplung EINS oder Kupplung ZWEI zu betätigen, die sich bei einem 6 Gang Getriebe die Gänge 1-3-5 sowie 2-4-6 teilen und immer einen Gang eingelegt aber noch nicht im Kraftschluss halten.

 

NC750X_006a_DCT_800x450Kling kompliziert, ist es auch. Aber auf der anderen Seite eine total COOOOLLLEEE Fahr-Erfahrung.

Wähle den Fahrmodus aus, D oder S (ist klar, D für “Dümpel durch die Gegend” und S für “Sprinten durch die Gegend”) und es kann durch einen Dreher am Gasgriff losgehen. Automatikmässsig halt.

Nur das es im Sinne einer Automatik keine Automatik ist. Der wichtigste Unterschied ist, es gibt keinen Hydraulik-Wandler, das Ding das bei der Automatik die Kupplung ersetzt und für immerwährenden Schlupf sorgt.

Hier gibt es ein richtiges Getriebe und 2 (zwei) Kupplungen. Also nix Schlumpf, wie bei der Automatik.
Aber zurück zum Fahren.

NC750X_003_DCT_450x800Also die beste Sozia der Welt aufsitzen lassen, alles einordnen, Zündung an und den Leerlauf checken der hier eine grüne Lampe mit dem Zeichen N für Neutral ist. Motor anwerfen (ja ja, Elektrostarter, was denn sonst) und über den Wahlschalter rechts Fahrmodus D angewählt. Na klar ist die Feststellbremse gelöst, lach, sonst würde der Gang nicht reingehen. Wie viele Leute heute beim Pressetag darauf wohl reingefallen sind :-).
Ein Dreh am Gasgriff und die Fuhre rollt los. Als alter Sicherheit-Trainer kenne ich das Problem mit der Vorderradbremse bei Langsamstfahrt und deswegen ruht der rechte Fuß auch auf der Fußbremse um im Bedarfsfall steuernd einzugreifen.

Alles funktioniert Klasse, der Computer legt den nächsten Gang ein indem er einem Satz Elektromotoren die gleiche Kommando-Sequenz gibt wie bei einer normalen Schaltung das Fahrer-Gehirn den Händen und Füßen geben würde.

Nur eben viel schneller und exakter in der Ausführung als es der normale Mensch machen kann.

Also los ab auf die Landstraße, davor hat es aber noch eine Ortsdurchfahrt durch den kleinen Ort Weibersbrunn.

Tja und da scheiden sich schon die Geister am DCT. Im “D” Modus dreht der Motor einfach zu Untertourig weil der Computer ohne Belastung bei 5o km/h einfach in den 6. Gang schaltet. Und im Modus “S” dreht der Motor für einen kleinen engen winkligen Ort wie diesen hier einfach zu hoch. Also muss der Fahrer mit den zwei Tastern auf der linken Seite der Lenkstange nachhelfen. Woher soll es der PC auch Wissen, hat ja keine Augen. Im Fahrer an den Tasten unterstütztem Modus geht es dann auch ruhig im richtigen Drehzahlbereich durch den Ort.NC750X_005_DCT_800x450

Was sagt jetzt die beste Beifahrerin der Welt zu dem ganzen Thema ??

Das erste Modell, auf dem ich auf dem Beifahrersitz Platz nehme, ist das ‚Crossover-Bike‘ NC750X mit DCT,  Koffersatz und Top Case (die ‚‘ Klassifizierung übernehme ich von www.Honda.de). Aus meiner Beifahrersicht bietet die NC750X die ideale Sitzposition auch für lange und anspruchsvolle Strecken, ich sitze aufrecht und gerade – wie auf einem Küchenstuhl.

Die Instrumente kann ich auch von hinten gut einsehen, in den Spiegeln sehe ich die Straße und den Verkehr hinter uns.
Die Maschine ist schon ab Werk fahrdynamisch sehr gut für den Betrieb mit Beifahrer ausgelegt, ich fühle mich sofort wohl und gut aufgehoben.

Der Wind streicht um mich herum, es gibt keine unangenehmen Verwirbelungen. Es ist leise auf dem Soziussitz.
Unebenheiten der Straße merke  ich nicht. Um mich beim Beschleunigen nicht ans Top Case anzulehnen (was übrigens auch bequem möglich wäre) halte ich meinen Oberkörper mit der Bauchmuskulatur und der Gesäßmuskulatur im 90° Winkel zu den Oberschenkeln. Und um auch beim Bremsen meine Position zu halten, setze ich zusätzlich noch die Oberschenkelmuskulatur ein (oder lehne mich an meinen Fahrer an).
 
Das zweite Modell ist die ‚Allrounder‘ NC750S ohne DCT und ohne Koffer. Ich sitze in Relation zum Fahrer ein wenig niedriger als auf der NC750X. Die Geräuschkulisse – der Wind um mich herum – ist nur unbedeutend anders als bei der NC750X, es sind keine wirklich relevanten Unterschiede feststellbar.

Bilder auf dieser Seite, alle Copyright Jörg Wenzel (c) 2014 und Honda Deutschland

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