120.000 km GS 1200 Adventure Ride 🙂
Im Jahr 2008 hab ich mir auf Druck meiner Frau eine GS 1200 Adventure gekauft.

Der zweite Teil meiner Lobhudelei auf die GS 1200 Adventure, ist genauso Ereignislos wie der erste bis auf eine Ausnahme weiter unten.

Es wurden einige Änderungen an der Maschine durchgeführt. IMG00073_50PZuerst hab ich mit einem Rapid-Bike-System experimentiert und bin dann am Ende doch bei einem Power-Commander gelandet. P1000493Nicht nur wegen dem Preis, sondern auch weil ich einen Tuner gefunden hatte der die Maschine auf einem Rollenprüfstand ordentlich einstellen konnte.  Die „Hardware“ Änderungen waren also eine Auspuff-Anlage von SR-Racing (mit DB-Eater) und ein PowerCommander neben K&N Luftfilter, das alles auf dem Prüfstand passend zueinander eingestellt wurde. Der Spritverbrauch ist ca. 1/2 bis 3/4 Liter hochgegangen aber das kann auch an dem veränderten Fahrverhalten liegen. Die Leistung lag so um 120 PS bei ca. 120 Nm, also der Bereich in dem sich die heutigen Wasser gekühlten GS 1200 herumtreiben.

Das Bike wurde mit einer Video-Kamera ausgestattet und war dann das Video-Fahrzeug bei mehreren Gruppenausfahrten. Trotz des im Vergleich mit einem 4 Zylinder ruppigen Motorlauf ist der Bildstabilisator der Kamera mit fast allen Vibrationen fertig geworden. Bei YouTube sind einige Aufnahmen der Kamera gespeichert.

Was gibt es noch zu Berichten ?? Das ESA ist eine Show. Egal welche Belastung dem Bike vorgeworfen wurde, das ESA hat es locker weg gesteckt. P1010929Wir haben hinter dem Haus einen Wald der unserem Nachbarn gehört und der hatte kein Problem damit das ich ab und zu mal ’ne Runde durch den Wald (immer Vorsichtig auf dem Weg) drehe. Einfach das ESA auf ENDURO hoch gedreht und man hat das Gefühl wie in einem Citroen DS zu sitzen. Funktioniert nur mit laufendem Motor ist aber eine Show für sich. Bei den vielen Touren haben wir das System meistens im 2 Personen Modus laufen lassen. Völlig ausreichend um mit Beifahrerin und Gepäck eine Tankfüllung komplett ohne Pause zu verbrennen. Und das sind dann so ca. 550 km. Eigentlich kommt man in einem Rutsch nach Kroatien, aber vorher haben die Steuergötter (und die Grünen in Deutschland) noch das Voll-Tanken in Österreich vorgesehen und daher gibst halt immer einen Stopp an der Grenze und wir Supporten dann mit bis zu 36 L die Österreichische Wirtschaft.

Yepp, 36 L Tanken in einen 33 L Tank ?? Das ist zwar nur ein zwei mal passiert, aber wenn man ein bisschen Bastelt, keine Angst hat und weiß was man tut geht das schon. P1020056Im Prinzip muss man nur die Luftbase unter dem Tankverschluss verkleinern indem zwei Löcher in das Rohr des Tankverschluss bohrt. Dauert mit ein und Ausbau ca. 1 Stunde und bringt 3-5 L mehr Tankvolumen. Ich habe unterhalb des Tankverschluss (unter dem Dichtsitz) zwei 13 mm Löcher in das Plastikrohr gebohrt. Das war schon alle. Na klar muss man aufpassen das keine Späne vom Bohren in den Tank fallen, aber dafür wurden ja Papierhandtücher erfunden. Das heißt aber auch das man beim Tanken ein bisschen mehr Nachdenken muss. Also nicht die Karre Volltanken, auf dem Seitenständer in der prallen Sonne stehenlassen zum McDonalds gehen und Essen. Dann sind bestimmt 3 L durch die Erwärmung im Überlauf gelandet und damit dann auch auf der Straße. Also beim VOLLTANKEN immer sofort losfahren und den Sprit durch den Motor verrennen lassen. Hab das mal getestet, dabei tritt kein Sprit am Überlauf aus, weil sich immer noch eine (wenn auch kleinere) Luftblase im Tank befindet.

Was ist bei 120.000 km alles Kaputt gegangen ?? Hier die Liste :
– 2 x Nebelscheinwerfer Halter (Scheiß Plastik)                                        Kosten je 70 €
– 2 x Abblendlicht Leuchtmittel                                                                    Kosten ca. 14 €
– Kardanwelle (ausgeschlagene Lager, wahrscheinlich wegen 120 PS) Kosten 300 €
– 1 x Standlicht Leuchtmittel                                                                         Geschenkt

LeistungsPruefstand_240309_800Also die Kardanwelle war echt das einzige das kaputtgegangen ist. Und das passiert erst nach ca. 100.000 km, wurde getauscht und ist dann ohne Probleme weitere 20.000 km drin geblieben. Alles andere war Verschleiß. Bremsbeläge so alle 50.000 km, hinten auch. Ölwechsel und Service alle 10.000 km. Reifen waren nie das Thema, weil ja Testfahrer von Heidenau. Das ist das Motorrad mit den GERINGSTEN Kosten das ich jemals gefahren bin.

Unfälle gab es auch.
– Einen im Wald, auf einer Eisplatte mit ca. 5 KM/h weg gerutscht und hingefallen. Tja nix passiert, keine Kratzer, keine Schrammen.
Absteigen– Einen in Italien, hatte Vergessen das die Maschine mit Koffern 1,08 m Breit ist und der Kollege vor mir der durch die Autoschlange fährt keine Koffer hat. Und kurz vor der Ampel war es dann ZU ENG. Das Motorrad hat sich zwischen 2 PKW eingekeilt, wie eine Flipperkugel. Die Autos hatten dann jeder 3.500 € Schaden und die Adventure hat eine 1 Beule von ca. 1 cm² Links im Koffer gehabt und auf der rechten Seite hat der Schutzbügel vom Nebelscheinwerfer ganze Arbeit geleistet und selber nur 2 Kratzer abbekommen. Also NIX.
– Im Winter weg gerutscht und in einer Wiese gelandet. Auch nur kleinste Kratzer Am Motorschutzbügel, weil die Geschwindigkeit hier im Bereich von 3 km/h lag (Abbiegend).

Klar gab es die ein oder andere ENGE Begegnung mit den „Gefangenen im rollenden Käfig“ oder auch „Cager“ genannt. Aber die sind alle ohne Um-, oder Unfall ausgegangen. Zu der Unfall-losen Fahrzeit mit der GS 1200 Adventure hat meiner Meinung nach auch die „Magnum Stebel„, eine extra Hupe beigetragen. Aber dazu gibt bei nächsten mal mehr.

 

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