„San Francisco“ Motorradtour USA 4-Wochen

Ahh San Francisco, oder „The City“ wie der Einheimische manchmal sagt. Alle Welt liebt diese Stadt mit ihren wilden Straßen und DEM Postkartenmotiv schlechthin, der „Golden Gate Bridge„.Golden Gate   ( #WhyAskWhy www.WhyAskWhy.net )              Ich mag sie irgendwie nicht. Zu eng, zu kalt, zu voll.

Klar wird der ein oder andere die Stirn runzeln, aber ich habe in der Gegend (Silicon Valley und San Francisco) für fast 7 Jahre gewohnt, ich glaube mir eine Meinung gönnen zu dürfen. Aber mal von Anfang an.

1995 „hab‘ ich rüber gemacht“, heißt ich bin nach San Jose in Kalifornien umgezogen weil eine Computer – Startup – Firma mir soviel Geld für meine Dienste geboten hat, dass ich einfach nicht nein sagen konnte. Und in der Zeit hat Mann (weil ja der Umzug bezahlt wurde) sein Motorrad mitgenommen, grins. Also ab in den Flieger mit der Yamaha FZR 1000 und am Tag nach der Ankunft bei der Spedition in SFO abgeholt.

Vorwaerts    ( #WhyAskWhy www.WhyAskWhy.net )   Na ja und dann hat mein Dis-Like von San Francisco gleich angefangen. Es hat nämlich geregnet und ich hatte diesen Song in meinem Kopf „It never rains in Southern California“, nicht wissend zu der Zeit dass ich in „Northern California“ war und dass es in SFO (Flughafen Code für San Francisco) relativ häufig regnet. Na ja, auch das ist wieder zu relativieren, ich hatte an dem Tag einfach PECH und dann für 9 Monate Glück, also keinen Regen. Muss man sich mal vorstellen, in München würde es für 9 Monate nicht regnen. Brrr.

Anyway San Francisco, oder „The City“ ist schon einen Show in Tüten für den, der zum ersten Mal herkommt. Das fängt im Flughafen an, mit der Einreise. War in den 90’er einfacher und ist in letzter Zeit immer langwieriger geworden. Fingerabdruck und Iris Scan brauchen halt ihre Zeit, aber die Grenz-Beamten sind immer freundlich. „Was machen Sie in Kalifornien?“, „Motorradurlaub“,“ Ohh wie schön, dann vergessen Sie nicht nach Blablabla zu fahren, es lohnt sich wirklich“. Und ‚Blablabla‘ war ein guter Tipp, lach, das würde ich mal gern von unseren Bundesgrenzschützern hören, grins.

My GS ADV in Italy :-)    ( #WhyAskWhy www.WhyAskWhy.net )   Was macht der gerade ankommende in SFO ? Erstmal ins Hotel, um das Gepäck loszuwerden und dann wenn der 11 Stundenflug nicht zu sehr geschlaucht hat, ein Taxi nehmen und Pier 39 SFO fahren, dort gibt es bestimmt was zu essen, was zu trinken und dann hat man das Touristische Viertel gleich mal hinter sich. OK für einen Trip nach Alcatraz muss man allerdings nochmal hier her. Kleiner Tipp am Rande: wenn man mit dem Motorrad da ist, den Parkplatzwächter bequatschen, dass man sein Bike dort kostenlos abstellen kann. Klappt meistens.

Ach so, am ersten Tag kann man aufgrund von Versicherungsbestimmungen sein Motorrad NICHT beim Verleiher abholen. Also ankommen, einchecken, Taxi und dann irgendwo was essen und trinken. Es hilft auch den Hotel-Mitarbeiter zu fragen, wo in der Gegend was Nettes zum relaxen ist.

Dann -wegen dem Jet-Lag- morgens um 04:00 aufwachen und im Bett rumwälzen weil man sein Bike endlich abholen will. Davor haben die Reisegötter aber erst mal das Frühstück gesetzt. In einigen Hotels gut, andere wiederum sind unter aller Sau, kommt meistens auf den Preis an.

So wo gibt’s Leihmotorräder? DubbleJu Motorcycle Rentals    ( #WhyAskWhy www.WhyAskWhy.net )   Es gibt für die Harley-Fahrer natürlich die üblichen Verdächtigen, aber als alter Tourenfahrer kann ich davon nur abraten. Es gibt in SFO eigentlich nur eine Firma, von der ich mir eine GS 1200 leihen würde und das ist „Dubbelju“ in der 689A Bryant St. Warum? Wolfgang Taft , ein Deutscher der vor mehr als 2 Jahrzehnten einen Motorradverleih in San Francisco eröffnet hat, verfügt über eine ausreichende Anzahl an Leihmaschinen und eben auch über BWM GS 1200, was mir persönlich als Langstrecken Reisemaschine am besten passt. Warten wir mal auf meine neue S1000XR, vielleicht ändert sich das dann, aber bis dahin gilt die GS 1200 als Standard.

born 2 be a child   ( #WhyAskWhy www.WhyAskWhy.net )   Also Motorräder sind gebucht und geholt, wohin dann?? Erstmal eine Runde zur Golden Gate Bridge. Kleingeld konnte man früher verwenden, um die ‚Stadt-Einwärts‘ Brücken Maut zu zahlen, aber das ist durch ein elektronisches System ersetzt worden. Am besten beim Verleiher nachfragen, wie das geregelt wird. Aber eine erste kleine Tour könnte über die Bridge auf die Nord Seite von SFO führen und dann weiter über  San Rafael, Richmond, Treasure Island, zurück zum Ausgangspunkt. Das sind ca. 100 km, wobei man recht häufig auf einem Highway (Autobahn) fahren muss. Das lässt sich ab und zu nicht verhindern, oder ist auch manchmal so gewünscht weil die Fahrt über die Landstraße einfach zu viel Zeit verbrauchen wurde. Aber für eine erste Tour kann das schon reichen.

San Francisco    ( #WhyAskWhy www.WhyAskWhy.net )   San Francisco ist als Ausgangspunkt zu verschiedenen Punkten einer Motorradtour nicht die schlechteste Wahl. Persönlich bevorzuge ich bei einer mehr oder weniger standortbasierten (sternförmigen) Motorradtour ein sehr günstiges Motel außerhalb von SFO. Richmond ist für ein günstiges Motel eine gute Wahl. Denn eigentlich bin ich ja auf dem Motorrad unterwegs und brauche abends nur einen Platz zum schlafen.

Zurück zu San Francisco: wenn hier jetzt alle Punkte, die man mal gesehen haben sollte aufgelistet werden sollten, dann wird das noch einige Seiten länger werden. Hier sind meine persönlichen Favoriten.
– Lombard Street, im Stadteil Russian Hill, einfach deswegen weil es dem Motorradfahrer einiges abverlangt dort zu fahren. Aber wenn man dann mal die Lombard wieder runter fährt grinst man über das ganze Gesicht (oder zumindest ich mach das immer). Außerdem gibt es hier die berühmten wellenförmigen Strassen.
– Louis Restaurant, auf der anderen Seite der Stadt, ist ein kleiner Laden mit der besten Aussicht über’s Meer.
– klar: Golden Gate, auf beiden Seiten der Brücke ist immer eine coole Sache, man kann auf der einen Seite direkt von Pier 39 weiter an der Fischermans Warf bis unter die Brücke fahren. Auf der anderen Seite, eher bei Hawk Hill stoppen und Bilder machen.
– Wenn man schon mal da ist, eine Schiffs-Tour auf die ehemalige Gefängnis Insel Alcatraz gehört einfach dazu. Mein Vorschlag, die Audio Tour unbedingt mitmachen.
– Highway #1, von Pacific State Beach bis runter nach Santa Cruz ist einfach
ein Erlebnis, das man als Motorradfahrer nicht verpassen darf. Knapp 120 km bis nach Santa Cruz – aber das immer am Meer entlang. Hier gibt es einige der schönsten Aussichtspunkte in der Gegend.
– Und noch ein Insider jetzt: Lick-Observatorium. Wieso eine Sternwarte? Ganz einfach: weil diese Sternwarte an einer Strasse liegt, die man unbedingt mal gefahren sein sollte (wie so viele andere Strassen hier). Der Start ist etwas weiter südlich in San Jose (Highway #130), also im Herzen von Silicon Valley, aber es lohnt sich auf alle Fälle. Wenn’s dann ein bisschen länger sein darf, auf der anderen Seite der Berge dann über die „Mines Road“ zurück in Richtung Livermore.

Ohh, ich hab‘ noch ein paar Tipps, aber meine Zeit für heute ist aus. Also geht es morgen weiter mit „Was kann man so alles in und um San Francisco machen“

Highway #50   ( #WhyAskWhy www.WhyAskWhy.net )   Wenn es Dir gefällt was ich schreibe, abonniere mein Blog.
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