Letztens waren wir in einem netten Restaurant, das uns (als Biker) großes Vertrauen entgegengebracht hat. Und wie ich so über den Besuch schreibe, kam mir die Frage nach dem WARUM.20140831_135810-EFFECTS

Witziger weise ist das Verhalten der Leute, die wir besucht haben oder treffen, ganz anders als die gern gelesene/ferngesehene mediale MeinungsBILDung.

Kann natürlich daran liegen, dass ich so ein vertrauensvolles Gesicht habe und meine Frau eine sehr nette Erscheinung ist, aber wir haben das auf diesem und anderen Trips sehr häufig erlebt. Biker in unserem Alter sind Reisende, die nicht auf Abenteuer an der Theke aus sind, sondern das Leben als Abenteuer ansehen.

Auf allen unseren Touren sind wir immer freundlichst bedient und behandelt worden. DieDreiIn den touristischen Zentren in Südtirol, Österreich und auch anderswo sind immer mehr „Biker welcome“ Schilder zu sehen. Ich kann mich in Zeiten erinnern, da hat man den „gemeinen“ Biker mit Ausreden wie „Wir sind völlig ausgebucht“ (oder anderen) von einem Besuch des Hotel/Restaurant abgewiesen. Na ja sieht man mal vom Sauerland ab, wo es aussieht als wenn immer noch Zustände wie in den 50er herrschen würden, dann kommt heute so etwas  eher nicht mehr vor, ganz im Gegenteil. Die Besitzer von Restaurant und Hotels haben erkannt, dass der Biker heute zwischen 45 und 65 Jahren ist und Geld zum Ausgeben hat.

Es gibt diese eine Seite, aber bei einem Blick in die Zeitung oder im Fernsehprogramm wird der Biker immer als „Raser, Rocker, mit einem Bein im Knast“ und anderen Plattitüden dargestellt. Ich selber arbeite ehrenamtlich für den BVDM als Motorrad-Sicherheits-Trainer und solche Tätigkeiten findet man weder in der Zeitung positiv erwähnt, noch macht jemand einen Fernsehbericht über die Arbeit die Organisationen wie der BVDM oder die FEMA im Bereich Motorrad und Motorradfahrer machen.

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Jaja, ich bin gerade angefressen. Hey RTL, vielleicht kommt ihr mal vorbei und wir machen mal eine Sendung über die positiven Seiten des Motorradfahrens. Vielleicht gibt es dann noch weniger Unfälle mit Bikern, wenn andere Verkehrsteilnehmer mal das Positive oder den Menschen unter dem Helm sehen. 

Ohh und mit der Judikative in diesem Land  darf ich heute erst gar nicht anfangen. Wie kann es sein das ein Mensch der eindeutig einer Straftat überführt wurde, entweder eine tragbare Strafe zahlt und dann weiter als Volksvertreter arbeiten darf, oder jemand der genauso überführt wurde nach knapp 6 Monaten VIP-Schwedische-Gardinen wieder in seinen alten Job kommt und sich dort dann um die „Ausbildung“ von Kindern kümmern darf. Auf der anderen Seite werden Motorradfahrer als die „bösen Buben“ der Gesellschaft verfolgt und dafür bestraft das Ihre Motorräder u.U. zu Laut sind.    

Klar gibt es die ein oder andere Ausnahme, aber in den letzten 10 Jahren sind über 2 Millionen neue Motorradführerscheine ausgestellt worden. FatAssTireDann werden 100 Personen in der Presse als „ROCKER“ mit „TÄTER“ gleichgestellt, aber in der echten Welt sind das weniger als 0.005%  (tausendstel) der Motorrad-Führerscheinbesitzer. Und ich nehme jetzt mal nur die Personen die ein Bike besitzen und nicht die Menschen die glauben dass eine Trainingshose ein cooles Kleidungsstück ist und sie damit Eindruck in ihrem Verein machen können. Übrigens kommt das „1%“ davon, das bei Einführung des PKW von jemanden in der Presse erwartet wurde, das nur noch 1% der Bevölkerung ein Motorrad fahren werde, weil sie zu Arm sind sich ein Auto zu kaufen. Das dieses 1% heutzutage in einem anderen Zusammenhang verwendet wird, liegt einfach am mangelnden Geschichtswissen der Personen die das verwenden. Genauso wie die Menschen mit zu den Knien runter gezogenen Hosen, glaube das sie Cool sind aber in Wirklichkeit das dieses Hosenposition eine ganz andere Bedeutung hat.

 

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