Was man alles hier findet, lach, also in Nord Kalifornien.

Nur um einmal eine Begriffsbestimmung zu machen, meiner Meinung nach geht Nord-Kalifornien von der Oregon Grenze bis zu einer gedachten Linie südlich von Monterey über Visalia nach Death Valley. Und südlich von dieser Linie würde ich es Süd-Kalifornien nenne. Ob das nun stimmt oder nicht, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber einfach nur zur besseren Beschreibung, lassen wir es mal bei meiner Auslegung. Ach ja und die Karte sagt das auch so, grins.

Redwood          #WhyAskWhy

Biker – dicker Bauch,
Baum – dicke Borke

Ganz im Norden direkt unterhalb der Oregon Grenze ist es KALT, NASS und nicht so TYPISCH ‚Californian‘. Das ist auch gut so, denn hier gibt es Wald, Wald und nochmal Wald. Also Bäume wo man auch nur hinschaut. Ich finde es immer wieder spannend, wenn man auf dem Hgw. #101 fährt, an der Küste entlang und der Morgennebel fängt sich noch in den Spitzen der Bäume. Hier unten ist es schon klar, mit einer angenehmen Seeluft, und da oben ist noch der Nebel. Wenn man nach rechts schaut, lugt auch schon das Meer mit seinen weißen Schaumkronen zwischen den Bäumen durch. Da ist Motorradfahren quasi das einzige, was man machen sollte. Die Feuchtigkeit ist auch ein Grund, warum es hier so große REDWOOD Bäume gibt. Das gipfelt in der „Avenue of the Gigants„. Wenn man also den Highway #101 nach Norden fährt, kommt in der Nähe von Garberville auf die State Route SR #254. Navi ist doch programmiert, oder 🙂 Also das darf man NICHT verpassen. Die Avenue ist ein Teil des „Humboldt Redwoods State Park“ und hier gibt es einfach riesige Redwoods – über 100m hoch. Das ist im Augenblick erst einmal eine Zahl (die 100), aber wenn man zwischen diesen riesigen Lebewesen fährt, fühlt man sich ganz klein und schmächtig. Chandelier    #WhyAskWhy    Diese Bäume wurden früher für den Hausbau verwendet, denn ihre Außenhülle hat, genau wie ihre Vettern die Sequoia, einen flammhemmenden Wirkstoff, aber der State Reserve steht jetzt unter Naturschutz und die Bäume werden nicht mehr industriell geschlagen, sondern nur noch gefällt wenn notwendig. Aber wir sind hier in Amerika, und da gibt es halt auch Touristen Attraktionen. Eine davon ist ein Drive-Through Tree. Also in Wirklichkeit gibt es hier drei Stück. Der am einfachsten zu erreichende ist der Chandelier Tree. Gleich nebenan ist ein „Tree House“ das aber nicht im eigentlichen Sinn ein Baum-Haus ist, sondern eher ein Haus, das in einen Redwood Baum hinein fabriziert wurde. Keine Ahnung, ob das nun gut ist oder nicht, sieht man jedenfalls nicht alle Tage. Und mit dem Bike durch so einen Baum zu Fahren, kann man halt auch nicht alle Tage machen. Na ja. Das beste ist wirklich die Avenue, wenn man zwischen diesen Bäumen entlang fährt. Mit dem Bike kann man auch fast überall anhalten und sich die Bäume aus der Nähe betrachten, wobei ein bisschen Abstand schon besser wäre, einfach nur wegen dem Umfang und der Höhe. Ich hatte jedenfalls nach der Avenue einen leicht versteiften Nackenmuskel. Immer nur nach oben gucken, lach.

An der Küste entlang, tja gute Entscheidung ist hier gefragt, denn der Hgw. #101 geht halt immer am Meer entlang. Hamburg    #WhyAskWhy    Da ändert sich nicht sooo viel. Rechts Wasser, links Felsen und Wald. Meine persönliche LIEBLINGS Strecke ist diese hier. Wenn man ein Stück auf dem Highway #101 zurück fährt und dann den Highway #36 nach Red Bluff nimmt (Kreuzung mit dem Interstate #5) dann fährt man durch das eigentlich Nord Kalifornien, kleine Käffer, kleine Straße, Kurven mehr als man glaubt. Und dann auf den Interstate #5 von Red Bluff nach Redding (sind nur ein paar Kilometer). Nur deshalb weil man endlich wieder geradeaus fahren will, und weil in Redding der Hgw #44 zum „Lassen Volcanic Park“ geht. Wenn man schon lange nicht mehr heiße Schwefel-Quellen gerochen hat, dann muss man einmal dorthin. Wenn jemand den Geruch kennt, sollte man trotzdem dorthin fahren, denn auf der Fahrt dorthin streift man den MountSMount Shasta„, der sieht in der Gegend einfach ein bisschen wie der Kilimandscharo aus. Na ja, vielleicht nicht ganz so herausragend, aber wenn man mal dort ist und sich den Berg anschaut, dann kommt bestimmt : „Hmm, sieht ein bisschen wie der Kilimandscharo aus“. Egal warum man nun in diese Richtung fährt, es ist eines der schönsten Gegenden für Naturburschen, oder Pfadfinder oder eben Biker. Die Straßen hier sind ein genialer Wechsel zwischen klein und winkelig und klein und geradeaus. Aber immer in der Landschaft. Die Orte, die man so beim befahren trifft, sind eher klein oder noch kleiner. Navigation    #WhyAskWhy    Übrigens – weil das Bild mich gerade beim navigieren, oder besser bei der Korrektur der Navigation zeigt. Ich kann ein Navi, egal welches, bei so einer Tour nur empfehlen. Einmal kann man mehr oder weniger die Landschaft bewundern, es zeigt (meins macht das) die Geschwindigkeit in Meilen und eventuelle Geschwindigkeits-Überschreitungen an, kann einfach am Morgen oder am Abend mit der Route, die man zu hause erstellt hat laden, bearbeiten, verwerfen, usw.. Es macht auf alle Fälle das Fahren sehr viele einfacher. Ja, ich habe auch gelernt, wie man mit einer Karte fährt, aber mittlerweile kann ich die Vorzüge der Technik genießen, ich hab ja Urlaub, oder 🙂

Lassen Volcanic Park    #WhyAskWhy    Lassen Volcanic Park„, dieser Link geht zu meinem YouTube Channel mit einem Video beim Befahren des Parks. Also der Volcanic Park ist -für den Freund von Vulkanen und heißen Quellen- eine geniale Gegend. Für mich ist der Park eine willkommene Strecke auf dem Weg nach Lake Tahoe. Der „Lake T“ ist ziemlich tief, ich glaube knapp 500 m und ist damit der zweit-tiefste See der Vereinigten Staaten. Ein Bekannter hat mir vor Jahren mal erzählt, dass der See ca. 650 Jahre braucht um einmal seine gesamt Wassermasse zu tauschen und wenn man den See (virtuell) nehmen würde und über Kalifornien ausschüttet, wäre der gesamte Bundesstaat Kalifornien ca.30 cm hoch mit Wasser bedeckt.  Mehr von Kalifornien gibt es demnächst in diesem Blog.

 

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