Essen_IMG_4233Wenn die Temperaturen mal wieder nur im  „eisigen“ Bereich liegen, und man am liebsten die Auswanderung auf die Südhalbkugel beantragen möchte, dann -und nur dann- steigt man in einen Flieger nach Gran Canaria. Zuerst muss man sich auf der „riesigen“ Insel mal akklimatisieren. Das macht der geneigte Leser am besten mit der „local Cuisine“, Fisch und Meeresfrüchte kommen hier am besten. Wirklich: was das Herz des Fisch-Essers auch verlangt, alles kann auf Grand Canaria (GC) gefunden werden. Naja, vielleicht nicht alles, aber das was da ist, schmeckt einfach ganz HERVORRAGEND. Eine Fischplatte für zwei ist schon mal ein sehr guter Anfang. Irgendjemand hat mal gesagt, der Grund für Shrimps ist der, dass man sie so gut dazu verwenden kann, die Cocktail Soße in den Mund zu bekommen. IMG_4230Da kann ich nur zustimmen. Aber das ist ja kein Bericht über das Essen auf der Insel, sondern es geht -wie immer- ums Motorradfahren. Zuerst mal die Basis Daten. Die Insel ist nicht groß genug für mehr als 5 Tage biken. Klar gehen auch 7 Tage, aber dann kennt man jeden Maulwurfshügel mit Vornamen. Oder so ähnlich.

Es gibt hier auf der Insel eine Unmenge an kleinen Straßen, die aber alle mehr oder weniger auf dem erloschenen Vulkan „Pico de las Nieves“ in der Mitte der Insel zusammenkommen (auf die ein oder andere Art und Weise). Witzig, in einem Umkreis von 50 Meter laufen die 4 Straßen aus den 4 Himmelrichtungen auf der Kuppe des Pico zusammen. Irgendwie cool.



IMG_4156Und von überall kann man das Meer sehen, ist halt eine Insel -lach. Das Höhenprofil der Insel ist auch ganz einfach. Ein Berg (mehr oder weniger) in der Mitte, flach auslaufend bis zum Meer, verspricht auf alle Fälle Fahrspaß, vor allen Dingen wenn es vom Meeresspiegel bis auf die Spitze des „Pico de las Nieves“ 1.945m sind. Fast 2.000m Höhenunterschied auf knapp 50 km Diagonale sindIMG_4164 ein Garant für Kurven, Serpentinen und ab und zu auch mal etwas Anspruchsvollerem wie die GC-210. Hier braucht man neben guten Nerven auch ein gewisses Fahrkönnen, denn sonst bringt die Straße keinen Spaß sondern Stress. Nichts wie los auf diese Straße -lach- denn wo kann man auf so kurzer Distanz so viele ‚Hairpins‘ fahren. Selbst in den Alpen muss man danach lange suchen. Hier gibt es neben kleinen und kleinsten Straßen, die sich um und über den Pico winden, auch größere Straßen und Autobahnen, die z.B. in Las Palmas enden. Mir persönlich gefällt aber eher die Westküste mit der kurvigen Küstenstraße, die immer nahe am Meer entlang und durch kleine Dörfer direkt am Strand entlang geht. Natürlich ist nicht jeder Motorradfahrer ein solcher Banause wie ich, und die meisten auf dieser Insel genießen das Leben hierIMG_4163 in der Sonne. Gran Canaria heißt ja nicht umsonst die Insel des ewigen Frühlings. Etwas aus der Kiste „Wissen das keiner braucht“: Gran Canaria hat 14 Mikroklimazonen. Ich wette, die haben weniger Schneeräumer, denn ich habe (durch Zufall) den wohl einzigen Schneeräumer in einer Feuerwache in Las Palmas gesehen. Ja es kann auch mal schneien, aber doch eher selten! Und weil auf der Spitze des Pico einige Leute (Armee) arbeiten, muss es anscheinend auch einen Schneeräumer geben. Was gibt es noch hier ??

IMG_4314Richtig BEKLOPPTE RADLER! Also -ohne anzugeben- aber da fährst Du mit Helm und (einigermaßen) Sicherheitsbekleidung geschützt durch die Berge und auf den abwärts Strecken kommt dann bestimmt der eine oder andere Spandax-Ritter auf seinem super-leichten Rennrad hinter Dir her und, bevor Du Dich versiehst, setzt der Type bei knapp 80 km/h den Berg runter zum Überholen an. Es gibt jetzt genau zwei Möglichkeiten. Entweder bist Du völlig entspannt im Urlaubsmodus und sagst Dir: Mogan_IMG_4432„der zerschellt eh an der nächsten Klippe“ und lässt ihn einfach ziehen. Oder: „wenn mich ein Radler überholt, gebe ich meine Lizenz ab, denn dann werde ich ALT“, aber dann dann bist Du den Rest Deines Urlaubs am Arsch, weil Du dann nämlich alle Radler hinter dir lassen musst. Und das wird manchmal ganz schön schwierig. Aber es geht ja auch auf die gemütliche Art, wir sind ja schließlich im Urlaub. Auf einigen Strecken sollte man allerdings niemanden in der Gruppe haben, der an Höhenangst leidet, denn bedingt durch die vulkanische Entstehung sind manche Straßen an einigen Stellen in die Steilhänge gemeisselt worden. Das heißt aber auch, dass es entweder rechts oder links -oder UND-  extrem steil abwärts gehen kann. Aber im Normalfall ist alles in Ordnung, die Landschaft ist geradezu ATEMBERAUBEND und der Nahe Strand mit seinen vielfältigen Unterhaltungsmöglichkeiten bietet Spaß für viele Tage. Genau wie die Insel.

 

 

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