Ein Artikel eines anderen Autors, aber ich muss das einfach Re-Bloggen,
denn am Ende hat Lars SO WAS VON RECHT.

Und Autofahrer verstehen es nicht. Es sei denn sie Fragen ihre Hunde,
die die Schnauze aus dem Fenster halten.

Aber hier ist der Artikel von Lars :
(http://larsreineke.de/warum-motorradfahrer-sinnlos-ueberholen/)

Warum Motorradfahrer sinnlos überholen

@KeineHeilige twitterte neulich1 dies:

100kmhIch habe mir daraufhin vermerkt, dass ich über diese scheinbar sinnlosen Überholvorgänge von Motorradfahrern nochmal was bloggen wollte, und weil das Wetter gerade wieder moppedfreundlicher wird (unter 30° Celsius), ich in Kürze neue Reifen bekomme und daher bald wieder häufiger mit dem Motorrad unterwegs sein werde, dachte ich mir, ich erkläre mal, warum Motorradfahrer sowas machen.

Als Autofahrer ist man ja Umwelteinflüssen nicht so sehr ausgesetzt. Regen bekommen die meisten noch irgendwie mit (man sieht nichts), Glatteis auch (man fährt geradeaus, obwohl man eigentlich abbiegen wollte). Völlig unbeeindruckt ist man als Autofahrer jedoch in der Regel von Wind – sofern er nicht heftig von der Seite weht. Vor allem Fahrtwind aber bemerkt man im Auto praktisch gar nicht.

Auf dem Motorrad ist Fahrtwind allerdings omnipräsent. Fährt man nicht gerade eine Touringmaschine mit riesiger Frontscheibe, ist der Fahrtwind nach meiner Erfahrung wesentlich lauter als der eigene Motor, zumindest, solange man nicht heftig beschleunigt. Spätestens bei 70-80 km/h wird es durch den Fahrtwind also laut unterm Helm.

Das ist bei gleichmäßiger, ungehinderter Geradeausfahrt kein Problem. Der Fahrtwind wird zu einem Grundrauschen, das man ganz gut ignorieren und sich ansonsten auf die Straße konzentrieren kann.

Fährt man allerdings hinter einem PKW her, ändert sich das schlagartig. Hinter dem Auto kommt es zu deutlichen Verwirbelungen, die man auf dem Motorrad als starkes Rütteln wahrnimmt. Als Autofahrer muss man sich das so vorstellen, dass man erst die ganze Zeit gemütlich mit 110 km/h unterwegs ist, und plötzlich fängt jemand auf dem Rücksitz an, wie ein Geistesgestörter gegen den Fahrersitz zu treten. Das will man nicht.

Wie stark diese Verwirbelungen ausfallen, hängt von der Geschwindigkeit, aber auch von der Form des Autos ab. Ich habe dazu keine detaillierten Aufzeichnungen (weil das mit dem Notizen machen auf dem Motorrad nicht so gut funktioniert), aber meinen Beobachtungen zufolge sind die Wirbel umso stärker, je abrupter die Fahrzeugkarosserie endet. Besonders unruhig wird es also hinter Kombis, Transportern und Minivans. Es gibt bestimmte Automodelle, die mir als Motorradfahrer in dieser Hinsicht schon besonders unangenehm aufgefallen sind, dazu gehören unter anderem SUVs von BMW und Mercedes Benz.

Nun könnte man als Motorradfahrer natürlich auch einfach Abstand halten, das Problem ist jedoch, dass dieser Abstand sehr, sehr groß ausfallen müsste, um die Verwirbelungen des Fahrtwindes nicht mehr zu spüren, und dann passiert es unter Garantie, dass sich ein BMW-Kombi dazwischen setzt, und man ist genauso angeschissen wie vorher.

Hinzu kommt, dass man als Motorradfahrer wesentlich sicherer unterwegs ist, wenn vor einem kein Autofahrer plötzlich anhalten, abbiegen, die Sicht versperren oder Müll (gerne genommen: brennende Zigarettenkippen) aus dem Fenster werfen kann.

Und weil der Überholvorgang auf dem Mopped nicht wie beim Auto gefühlt Jahre dauert, sondern in der Regel in wenigen Sekunden erledigt ist, entscheiden sich viele Motorradfahrer dazu, auch Autos, die schon 100 oder 120 km/h schnell sind, mal eben zu überholen, um dann in der Tat mit derselben Geschwindigkeit voraus zu fahren.

Das ist also in der Regel keine Ungeduld, sondern dient (meistens) der Verkehrssicherheit und tut – solange der Moppedfahrer sich nicht in jede noch so kleine Verkehrslücke drängelt – niemandem weh. (Außer natürlich etwas dem Ego des bereits mit 120 km/h fahrenden BMW-Kombi-Piloten).

Ich hoffe also, zur Klärung und damit zu etwas mehr Verständnis für uns Motorradfahrer beigetragen zu haben.

Und ja, es gibt auch Arschlöcher unter uns.

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