Upps, der ist hängen geblieben, aber jetzt.

Ok, heute ist es einfach viel zu heiß zum Motorradfahrern. Wir haben mittlerweile 36C in der Innenstadt von München. Erste Gewitter sind auch schon angemeldet und da wird es vielleicht ein bisschen Kühler.

20150622_175620Wärme ist eigentlich gut, denn es tut gut, vor allen Dingen wenn man, so wie ich, zu Fraktion der älteren Biker gehört. Wir, die über 45 Jährigen, machen mittlerweile den grösseren Teil der Biker aus. Das liegt zum einen an einer Verkehrspolitik der Regierung (und der letzten drei Regierungen) die durch irrwitzige Verfahrensregelungen einen Führerschein so teuer gemacht haben, das sich Motorradhersteller (z.B. HONDA) gezwungen sehen einen Führerschein-Zuschuss von bis zu 2.000 Euro zu geben. Mein Auto/Motorrad/LKW Führerschein war insgesamt nicht 1/4 so teuer (im Jahr 1978).

Ach ja und den Herstellern ist es irgendwie nicht gelungen BEZAHLBARE Einsteiger-Motorräder auf den  Markt zu bringen. Wie soll ein 18 jähriger, nachdem er 3.000 – 4.000 Euro für einen Auto/Motorrad-Führerschein ausgegeben hat noch mal eben 4.000 – 8.000 Euro für ein Motorrad ausgeben.

Hier mal ein paar Informationen von MOTORRAD ONLINE:
BMW
G 650 GS (6900 Euro)

Honda CBR 250 R (4490 Euro)
Kawasaki Ninja 250 R (4995 Euro)

GEBRAUCHT
Kawasaki ER-6f (ab 3800 Euro)
Suzuki V-Strom 650 (ab 4000 Euro)

Ich glaube auch das die Motorrad Hersteller hier eine große Chance verpassen den Käufermarkt wiederzu beleben. Harley versucht das ja gerade indem ein Billigsegment mit der kleine HD eingeführt wird. Honda versucht in kleinen Schritten genau wie Triumph, Suzuki, Kawasaki etwas auf den Markt zu bringen das der Jugend genug gefallen könnte um diese dann zum Biken zu bringen.

Aber nur eine kleine Maschine ohne ein Umfeld zu haben reicht einfach nicht mehr in einer Zeit in dem Jugendliche nicht mehr auf die „Rebellen“ Schiene gehen. Klar sehen in den News immer wieder Jugendliche die Randalieren, aber das sind nicht die Kids die Biker werden wollen. Die haben auch nicht genug Geld um sich einen Führerschein oder ein Bike zu kaufen.

Ich mache jetzt mal einen gewagten Sprung und vergleiche den Motorrad Markt mit Red Bull. Genau die mit dem nach Kaugummi schmeckenden Drink. Die haben es geschafft in der Nachwuchsförderung genügend junge Menschen zu motivieren, das z.B. in der Moto3 Klasse auch wieder einige Deutsche Teilnehmer mit guten Ergebnissen fahren. Klar hilft das nicht den Jugendlichen an sich, zum Biken zu bringen, aber wenn ein Hersteller eines Getränks so etwas zustande bekommt, sehen ich die Hersteller der Fahrzeuge hier in der Pflicht ein ähnliches, vielleicht sogar besseres Programm aufzustellen.

Dann gibt es noch die „alt Herren“ Vereine und Verbände. Hier wird zwar immer davon gesprochen das eine Nachwuchsförderung notwendig ist, aber am Ende ist es so gut wie immer die Initiative einer einzelnen Person, die gegen Vereins/Verbands interne Windmühlen ankämpfend, versucht Jugendliche zum Motorradfahrern zu bringen.

Meine 50Cent zu dem Thema

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