Ich hab lange nach einem Thema gesucht, das Spaß macht darüber zu schreiben. Und wie man sieht: ich hab was gefunden.

BREMSEN WIE DIE PROFIS.

Bremsen, pahh das kann ja nicht soooo schwer sein, machen ja 4,1 Millionen Biker jedes Jahr mehrfach. Also was schreibt man darüber.
Hmm, schon mal richtig gebremst ? Ich meine RICHTIG, so aus 150 km/h auf 0 km/h weil da ein Stauende oder ein Trecker oder ein sonstiges „Aua-machendes“ Hindernis stand ? Na jedenfalls wenn ich die Leute beim Training so höre wie sie immer versuchen sich einen guten Mix zwischen Vorder- und Hinterrad Bremse ausdenken, oder in ihren vagen Erinnerungen an die Fahrschulausbildung rumkramen. Dann kommt meistens so ein Scheiß wie „Ich bremse 60 % vorne und 40 % hinten“. Das mag ja alles stimmen was der Fahrer da macht, aber das ist nicht RICHTIG bremsen.

Das hier ist richtig Bremsen. Hinterrad beachten.

IMG_0592Aber das sind Leute die das als Beruf machen. Wir sind da eher mit so Brocken wie einer Rocket III mit knapp 380 Kilogramm LEERGEWICHT ausgerüstet, oder mit einer Suzuki GSX 14000 ohne ABS aber mit auch so um die 260 Kilo Gewicht. Da wird richtiges bremsen schon schwierig. Aber man kann es sich auch einfach machen. Wie der Rennfahrer im Video oben richtig zeigt (ach so hab ich mit dem Handy bei Sport 1 letztes Jahr mal aufgenommen), also wie man im Video richtig gut sehen kann, ist bei so einer „maximal“ Bremsung aus über 200 km/h sehr häufig das Hinterrad in der Luft. Was soll also jetzt die Aussage 60% vorn und 40 % hinten? Das ich 40 % meiner Bremsleistung verschenke ? Na klar ist das schon machbar im normalen Betrieb mit „Ach bleib ich doch mal da vorne stehen“, dann hab ich ja auch Zeit mir Gedanken um den Bremsdruck an der Hinterachse und den Bremsdruck am Hebel vorn zu machen.

Aber wehe es ist eine Bremsung nach dem Motto „Heilige Scheiße, da steht ja ein Trecker im Weg“, dann sollte der Fahrer geflissentlich gutes Bremsen drauf haben, sonst übernehmen das Bremsen sehr harte Teile des Hindernisses.

Die modernen Motorräder haben seit 2016 verpflichtend ein ABS an Board. das ist auch gut so, denn kein Mensch (außer den Bunt-Ledernen Racer der MotoGP Klasse -Moto2 auch noch), also kein Otto-Normalverbraucher kann starkes/plötzliches/nicht geplantes Bremsen ohne Unterstützung so gut hinbekommen wie er das MIT ABS machen kann. Und hier muss jetzt auch keiner ankommen, mit „Wenn das mal kaputt geht kannste es nicht mehr reparieren“ ..macht man beim Auto ja auch nicht. 

Staffelss002Oder der hier. „Es gibt eine Situation, in der es besser ist ohne ABS zu Bremsen„, ach menno,  wenn man keine Ahnung hat: einfach mal ….. (und hier kann jetzt jeder in Gedanken das Zitat von Dieter Nuhr mit dem „die Fresse halten“  einfügen). Natürlich gibt es Situationen in denen ein ABS System eventuell besser ausgeschaltet wäre oder man ohne ABS besser bremsen kann. ABER DAS TRIFFT NUR AUF AUSNAHMEN ZU. Im normalen Motorradfahrer Leben sind eben die alltags Situationen wie nasse Fahrbahn, wechselnder Asphalt, idiotische Kistenschieber auf der Strasse. Da kann und wird ein ABS System den Bremsweg um einen signifikanten Anteil verkürzen. Meistens in dem Bereich, der dem Biker den Arsch rettet.

Hier noch ein Video von einem Trainingstag. Das gleiche Motorrad, alles gleich, nur einmal OHNE ABS Unterstützung und beim zweiten mal MIT ABS.

Damit ist der Punkt wohl geklärt. Und wenn Du auch bremsen willst wie ein Profi, geh‘ zu einem Sicherheit Training vom BVDM, die können Dir mit Sicherheit was beibringen.

 

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