Hier geht’s weiter mit dem 3.-Teil  California Tour. Der Beitrag “Bro’s before Bitches” muss noch warten. Also San Francisco ist ja ganz nett, aber so langsam wird es Zeit das weite Land zu sehen. Also zuerst in Richtung Yosemite Park. File_063Von San Francisco aus, fährt man erstmal ein Stück durch das „Silicon Valley“ meiner alten Arbeitsstätte (von 1995 bis 2002) und dann geht’s ins „amerikanische Voralpenland“ um das mal einfachst zu Beschreiben. Aus den  Jahren des Wilden Westens haben Ort wie „Chinese Camp“ oder auch „Copper Cove Village“ immer noch einen kleinen Beigeschmack von Eisenbahn Bau und Schürfen nach wertvollen Metallen. Der Highway #120 führt uns aus dem flachen Land immer weiter in die Berge, und am Ende kommt der Tioga Pass mit seinen 3.031 m Höhe, eine der vielen Abenteuer-Strecke die wir in diesem Urlaub noch haben werden. Da oben wird die Luft schon ganz schön dünn. Aber die Boxer mit ihren Einspritz Motoren haben fast keine Leistungseinbußen gehabt. Hätten wir eh nicht gemerkt, denn wir waren eh mit Gucken und Bewundern beschäftigt.

File_059Wir vorher sind natürlich auch in Yosemite Village gewesen, haben das „übliche“ Sightseeing gemacht, uns den „El Capitan“ angesehen und witziger weise auch einen (schwarzen) Bären in „freier“ Wildbahn erblickt. Auf den Motorrädern hatten wir natürlich keine große Lust stehen zu bleiben und einen „High-Five“ mit dem Bären zu haben, also sind wir langsam aber Spurt bereit an der Waldschneise vorbei. Gucken ja, Anhalten NEIN.

Auf der anderen Seite geht es dann nach Mono Lake runter und dort kann sich der einzelne Fahrer nochmal Entscheiden ob er nach Rechts (Süden) oder Links (Norden) fahren will. File_061Obwohl wir ja nach Süden in Richtung Death Valley wollten haben wir uns hier aber erst für die nördliche Richtung entschieden. Ganz einfach, weil in einer sehr kurzen Distanz das alte Goldgräber Örtchen „Bodie State Historic Park“ liegt. Eine Geisterstadt die von den Parkbehörden in einem Zustand des „aufgehaltenen Verfalls“ gehalten wird. Heißt, die Häuser und Bauwerke werden nicht restauriert, sondern in dem Zustand gehalten in dem sie gerade sind. Schon seit einigen zig Jahren übrigens. Hier weht der Atem der Goldgräber Zeit, grins.

Kam uns jedenfalls so vor. Wenn man in der Gegend ist, sollte man sich hier wirklich  umschauen. File_058Um nach Bodie zu kommen muss man ca. 10 Meilen über eine Rüttelpiste (eine „Dirt-Road“ die ein Waschbrett-Muster hatte) fahren und dabei haben wir dann festgestellt, das es 2 Geschwindigkeiten gibt die man Fahren kann. Einmal wie die Amerikanischen Biker im mehr oder weniger Schritt-Tempo und auf der ganz rechten Seite der Strasse. ODER wie man das hier macht, lach. Volle Kanne. Grins. Nee nicht wirklich volle Kanne, sondern nur so schnell das dieses Rütteln in eine leichte Massage des Hintern verändert wird. Dazu muss an ca. 30 % schneller Fahren als die Fahrzeuge die so eine Rüttelpiste gemacht haben. Also sind wir mal so mit knapp 90-120 km/h über die Piste geflogen und haben natürlich eine Staubschleppe von guten (gefühlten) 5 km hinter uns hergezogen.

Hehehe, hat im Rückspiegel auch irgendwie total cool ausgesehen. Nur die armen Biker auf ihren wunderlichen Kisten, prrruusst. Nee da sind wir dann schon schön langsam geworden beim Überholen. File_057Das es Staubt lässt sich halt nicht verhindern. Ich habe leider keine Bilder davon, denn es schreibt sich zwar ganz einfach „Da sind wir mit… gefahren“ aber in Wirklichkeit ist das Motorrad am Tanzen wie Sau, die Reifen berühren nur noch die Spitzen der Welle und sind 50% der Zeit ohne Bodenkontakt. Und das ganze auf einer GS mit 2 Personen und Gepäck für 3 Wochen. Also das war Rasen für Fortgeschrittene. Auf der anderen Seite, war es auch Spass für Fortgeschrittene und auf dem Parkplatz in Bodie haben uns dann die anderen Besucher gefragt warum wir denn mit BMW#s fahren und bevor wir mit einer Intelligenten Antwort kamen haben die amerikanischen Biker geantwortet : „Weil die mit den Beemer’n richtig schnell über das Waschbrett fahren können, ohne auch nur einmal zu Wackeln“. Wenn der wüsste wie sich das auf dem Fahrersitz angefühlt hat.

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