Den Spruch „Bro’s before Bitches“ gibt es gar nicht.
Der heisst laut URBAN DICTORNARY: „Bros before Hoes„.
Hier  der Text in original: “ The unwritten law that your bros (male friends) should always become before hoes (female with whom you are/hoping to have a relationship with). Most used as a trump card by your bros when they feel you are becoming whipped or that your hoe is a slut and a bitch.“

Und wenn jemand ein „Player“ genannt wird, dann ist das nichts Nettes, sondern bezeichnet jemanden, der mindestens 2 Personen, sagen wir mal, betrügt. Auch hier hilft das Urban Dictonary aus mit einer sehr guten Erklärung. „A male who is skilled at manipulating („playing“) others, and especially at seducing women by pretending to care about them, when in reality they are only interested in sex.“ Ich bin mir aber nicht im Klaren, wie man jemanden bezeichnen würde, der mit jemandem zusammen ist, diese mit einer anderen betrügt und gleichzeitig Nr. 3 anmacht. Triple Player ??

Und was sind die Leute in seinem Umfeld dann, also die Player-Buddies ? Na ja dafür gibt es bestimmt auch eine Erklärung, landläufig werden sie eher in der Gruppe der Mitläufer eingeordnet. Diese Mitläufer sind auch meistens diejenigen, die der „Player“ über kurz oder lang „entsorgt“, wenn sie zu tief hinter seine Fassade geschaut haben. Da wird dann auch vor langjährigen Freunden nicht haltgemacht.

Was hat das jetzt mit dem „Biker Code“ zu tun? Erstmal nichts, oder alles.Wenn man ein bisschen die Uhr zurück dreht, wird alles ein bisschen klarer. Der „Biker Code“ ist eine amerikanische Geschichte, die aus der Zeit um 1948 und der Gründung diverser Motorrad Clubs in Kalifornien, also in Oakland, Barstow, oder auch Fontana, stammt. Es gibt auch nicht unbedingt einen Code, sondern ein ganzes Sammelsurium von verschiedenen „Gesetzen“ und „Vorschriften“ der einzelnen Clubs.

Heute ist der grundlegende Gedanke, dass wir uns in einer Welt befinden, in der man „Otto Normalverbraucher“ ist und von vorn bis hinten betrogen und ausgenutzt wird? Hier ist eine Gruppe mit einem „ungeschriebenen“ Gesetz, das auf Vertrauen und Respekt baut, ein „sicherer Hafen“ für viele. Auf der anderen Seite sind im Rahmen der neuen Medien wie zum Beispiel bei Facebook und Twitter sehr viele Gruppen entstanden, bei denen es nur um Motorrad fahren geht und die solche alte Werte entweder nicht kennen oder bei denen „der Code“ nicht an erster Stelle steht, sondern das Biken an sich in einer eher losen Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Diese Formationen sind meistens bei der Gründung schon in einem Status von Auflösung, nur ist das den Teilnehmern noch nicht klar. Einige Gruppen überleben länger, bei anderen muss immer wieder die Mannschaft ausgewechselt werden, bis sich eine quasi stabile Gruppe Gleichgesinnter gefunden hat.

Einige Motorrad Marken wie zum Beispiel der Vorreiter „Harley Davidson“ haben es geschafft, ihre Marketing Botschaft auf genau dieses Gemeinschaftsgefühl abzustimmen. Während andere wie z.B. „BMW“ erst langsam „den Biker“ im Mann oder der Frau ansprechen. Weitere Hersteller sind seit ein paar Jahren auf diese Schiene aufgesprungen und versuchen über Gefühle eine Gemeinschaft zur Kundenbindung zu erzeugen. Das hat natürlich nichts mit den „Alten Codes“ zu tun, denn dort ging es um Vertrauen und Miteinander, heute wird all dies von den Firmen nur als Marketing Botschaft ausgebeutet.

Es gibt nur noch sehr wenige Motorradfahrer die solche alten Werte leben. Auf der anderen Seite haben Motorrad Clubs teilweise einen unerklärlichen Zulauf aus der Gruppe der (sagen wir mal) Traininghosen-Träger ohne eigenes Motorrad. Hier verspricht der Club für den einzelnen ein sicherer Hafen zu sein, bei dem er/sie sicher in einer Gemeinschaft aufgenommen wird. Ob das nun so stimmt muss jeder für sich selber ausmachen.

Habe ein Bild im WWW gefunden, das ein ziemlich guter Abschluss des Themas ist.

DontMessWithThreeThings

 

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